Matinée beim Regierungspräsidenten 2011

- Es gilt das gesprochene Wort -
Vor mir steht im schmucken Gewand,
Prinz Robert I. uns allen bekannt.
Er möchte für drei tolle Tage,
auch den Schlüssel zur Bezirksregierung, keine Frage.
In meiner Amtszeit ist er der 4. Prinz, der vor mir steht
und glaubt, dass das mit dem Schlüssel ganz einfach geht.
Es ist ja inzwischen wohl bekannt,
ich gehe in den Ruhestand.
Am 1. Juni, da ist es soweit,
da beginnt für mich die Ruhestandszeit.
Am Schreibtisch habe ich lange genug gesessen,
ich nehme mir nun Zeit für meine persönlichen Interessen.
Auch wenn für mich nun Schluss ist mit Karneval in diesem Haus,
rücke ich den Schlüssel nicht einfach heraus.
Auch Heute, alles Andere wäre ja gelacht,
wird die Herausgabe von Bedingungen abhängig gemacht.
Prinz Robert I., sei mir bei der Bezirksregierung herzlich willkommen,
„Feuer und Flamme für Münster" hast du dir zum Motto genommen.
Bei diesem Motto bin ich natürlich geblieben
und habe dir dazu etwas in meine Bedingungen geschrieben.
Sagst du zu ihnen ja, wenn du sie vernommen,
kannst du von mir den Schlüssel bekommen.

Die Bedingungen:
06. März 2011
Vereinbarung zur Schlüsselübergabe
Der Regierungspräsident der Bezirksregierung Münster
Karnevalsprinzen von Münster, Robert dem I., den Schlüssel zur
Bezirksregierung für die drei tollen Tage unter folgenden Auflagen zu
überlassen:
Prinz Robert I. verpflichtet sich, eine Brandschutzbelehrung durchzuführen,
an der neben seinen beiden Adjutanten auch der Regierungspräsident und
das Präsidium der kg „witte müse“ teilnehmen.
Insbesondere muss Prinz Robert I. zu folgenden Fragen Stellung nehmen:
1. Worin besteht der Unterschied zwischen Feuerlöscher und
Durstlöscher?
Dies ist am Vergleich von Löschschaum mit Bierschaum zu
demonstrieren.
2. Muss Flammkuchen gelöscht werden, bevor man ihn essen
kann?
3. Ist Feuerwasser zum Löschen von Brand geeignet?
Ort und Termin der Belehrung sind mit dem Sekretariat des
Regierungspräsidenten abzustimmen.
Darüber hinaus sorgt Prinz Robert I. dafür, dass die Feuerwehr unverzüglich
mit dem Abpumpen von Wasser beginnt, wenn die Aa über die Ufer tritt und
die Gefahr besteht, dass dem Regierungspräsidenten das Wasser bis zum
Hals steht.
Dieses Schreiben habe ich vorgelesen. Ich gehe davon aus, dass der Prinz
alles verstanden hat und ich ab sofort mit ruhigem Gewissen drei Tage
Urlaub machen kann!
Münster, den 06.03.2011
____________________
Regierungspräsident
Dr. Peter Paziorek